Mit Nachbarn über den Gartenzaun

Als erste Landesgartenschau Bayerns und gemeinsame Landesgartenschau zwischen Bayern und Baden-Württemberg ging Ulm/Neu-Ulm in die Geschichte ein. In Neu-Ulm wurde dafür die bestehende historische Glacis-Anlage mit ihren Befestigungsbauten zu einem gestalterisch hochwertigen und dauerhaft nutzbaren urbanen Freiraum entwickelt.

Als begleitende Maßnahme wurde die Flusslandschaft der Donau für die Erholung- suchenden deutlich aufgewertet und als wichtige Freiraumzäsur im städtebaulichen Kontext herausgearbeitet.

Für Neu-Ulm erforderte das besondere Anstrengungen: Zum einen war das “Instrument” Landesgartenschau noch nicht etabliert, ja noch nicht einmal der entsprechende Beschluss der Staatsregierung, Landesgartenschauen durchzuführen, lag vor. Zum anderen musste mit Ulm auf der Seite Baden-Württembergs sowohl ein zweiter kommunaler Entscheidungsträger als auch zwei Landesregierungen und zwei Fördergeber in ihrem Vorgehen miteinander koordiniert werden. Dass sich die Anstrengungen gelohnt haben, können Besucher bis heute in beiden Städten sehen, wenn sie durch die Anlagen bummeln.

Zeitraum
14.05. – 04.10. 1980


Besucher
1,4 Mio.


Geländegröße
27 ha (Glacis-Anlagen auf bayerischer Seite)


Investitionshaushalt Neu-Ulm 
3,5 Mio. €


Durchführungshaushalt Neu-Ulm
400.000 €


Geschäftsführung
Stadt:
Hans-Luer Poppe, Gartenamtsleiter


LGS
Prof. Ulrich Dierßen


Planung
Landschaftsarchitekturbüro Eppinger + Schmid, 
Leonberg / Landschaftsarchitekturbüro Luz + Partner, Stuttgart


Regierungsbezirk
Schwaben