Neues Wohnen, neues Spielen

Die erste Gartenschau der sogenannten Reihe „Natur in der Stadt“ war sehr dezentral und städtebaulich ausgerichtet. In kurzer Bauzeit entstanden Umgestaltungen und Neubauten in der gesamten Stadt. Ein neu angelegter, zehn Kilometer langer Radweg verbindet seither den Grüngürtel rund ums Zentrum.

Auf einer Industriebrache wuchs ein neues Wohngebiet samt Park, Kinderspielplatz und Teich. Der früher unattraktive Nordpark wurde nach außen geöffnet und erhielt einen Wasserlauf mit Spielcharakter und eine reizvolle Bepflanzung. Im waldartigen Stadtpark wurden neue Sichtachsen geschaffen, außerdem eine Wasserkaskade mit Aussichtssteg und See sowie eine Kletterwand und Spielbereiche.

Auch der waldige Ostpark wurde zur Spiellandschaft umgestaltet. Der Volksfestplatz ist durch den Bau einer Skaterbahn zum ganzjährigen Anziehungspunkt für Kinder und Jugendliche geworden. Im Rahmen einer sensiblen Nachverdichtung wurden außerdem in vielen Bereichen Mieter-, Kraut- und Wohnungs-gärten angelegt. Im Sozialprojekt „Unterm Regenbogen“, das anlässlich der Gartenschau ins Leben gerufen wurde, begegnen sich ältere Menschen und Kinder und nutzen die Einrichtungen gemeinsam.

Zeitraum
28.04. – 11.06.1995


Besucher
35.000


Geländegröße
Dezentrales Konzept / zentrales Ausstellungs-Gelände, 
ca. 2,8 ha / Gesamtfläche 17 ha


Investitionshaushalt
1,7 Mio. €


Durchführungshaushalt
1,3 Mio. €


Geschäftsführung
Stadt:
Herbert Hofmann, ehemaliger Kämmerer

LGS:
Eva Linder


Planung
Lothar Köppel, Landschaftsarchitekt BDLA,
Mühldorf / Projektleitung Ursula Hochrein, Landschaftsarchitektin, Waldkraiburg


Regierungsbezirk
Oberbayern