Geschichte, weiter gesponnen

Im nordwestlichen Teil der Stadt liegt das Gelände der ehemaligen Baumwollspinnerei Erlangen-Bamberg (ERBA). Aus der Industriebrache sollte das Herzstück eines neuen Stadtquartiers entstehen. Die Idee des Planers beruht auf der Geschichte und der ehemaligen Funktion des Industriegrundstücks: Er überzieht die Fläche sowie die Klosterlandschaft von St. Michael, den Bürgerpark Hain und den Volkspark mit einer Matrix, ähnlich einem gewebten Stück Stoff. Die Fäden entsprechen den Wegen, die Knoten den Plätzen und Begegnungsräumen. Symbolhaft zieht sich so der rote Faden der Geschichte durch den Park und verknüpft alte mit neuen Elementen.

Charakteristisch für den ERBA Park ist auch der Fischpass als grüner Puffer zu einem neu entstehenden Wohngebiet und dem Universitätscampus. Er überwindet auf 1,2 km eine Höhe von vier Metern. In den entstandenen Steilhängen nistet schon der Eisvogel. Barbe, Nase und Aitel nutzen den Umgehungsbach, um das Wehr Regnitz aufwärts zu überwinden. Dank vieler Partner aus Industrie, Gesellschaft und Kultur präsentiert sich der Park bunt und abwechslungsreich. Und die Bamberger bevölkern ihre Faltenwiese vor der Bühne mit Picknickdecken und -körben noch heute oft bis in die späte Nacht hinein.

Zeitraum
26.04. – 07.10.2012


Besucher
1,1 Mio.


Geländegröße
22 ha ERBA Park, Uferwege und Weingarten St. 
Michael


Investitionshaushalt
18 Mio. €


Durchführungshaushalt
11 Mio. €


Geschäftsführung
Stadt:
Harald Lang

LGS:
Claudia Knoll


Planung
Landschaftsarchitekturbüro Brugger, Aichach


Ausstellungskonzept
plancontext GmbH Landschaftsarchitektur, Berlin


Regierungsbezirk
Oberfranken