Aktuelles // Siegerentwurf für Landesgartenschau 2024 steht fest

 

 

 

Zusammen.Wachsen.

So lautet das Motto der Landesgartenschau 2024 in Kirchheim. Auf dem Weg dorthin wurde jetzt ein wichtiger Meilenstein gelegt. Am 13. Juli kürte ein hochkarätig besetztes Preisgericht unter dem Vorsitz des Architekten und Stadtplaners Peter Brückner nach zwei Tagen intensiver Beratung einstimmig den Sieger des landschaftsplanerischen Wettbewerbs.

Der erste Preis ging an Sinai Landschaftsarchitekten GmbH. Mit der Idee von fünf Parkbereichen, die die neuen architektonischen Landmarken im Ortspark, wie Gymnasium und Rathaus zu einem Ensemble zusammenführen, einer intensiven Einbindung der Bestandsgehölze und einem Parkteich als Mittelpunkt haben die Planer es geschafft, der anspruchsvollen Aufgabenstellung rundum gerecht zu werden. Zahlreiche eingebrachte Ideen aus der Bürgerschaft wurden integriert. Dem, Entwurf gelinge es, in der Mitte des Ortes ein Alleinstellungsmerkmal und einen Anziehungspunkt zu schaffen, so die Jury einhellig.

„Die beiden Beratungstage haben uns nochmal gezeigt, welche riesige historische Chance sich Kirchheim bietet. Der Fokus des Preisgerichts lag immer auf der Frage: Was stiftet dauerhaft Nutzen und wie profitiert der Ort langfristig? Mit dem Sieger haben wir eine Planung, die eine mutige, selbstbewusste Antwort liefert. Wir schaffen für unsere Bürger einen Ortspark mit ganz viel Flair. Gleichzeitig gelingt es, bestehende und neue Strukturen, Landschaft und Gebäude, Natur und Mensch zusammenzubringen.“, erläutert Erster Bürgermeister Maximilian Böltl.

Zusammen mit den Gemeinderäten Dr. Johann Hausladen (CSU), Wolfgang Heinz-Fischer (VFW) und Gerd Kleiber (FDP) vertrat Stephan Keck (SPD) den Gemeinderat im Preisgericht. Als künftiger Aufsichtsratsvorsitzender der Landesgartenschau GmbH zeigte auch er sich – zusammen mit seinen Gemeinderatskollegen – begeistert: „Die Idee hat die Kraft, Kirchheim und Heimstetten in einer sehr lebendigen Mitte zusammenzuführen. Ein neues Zentrum, das den bestehenden beiden Ortskernen nichts nimmt und auf natürliche Weise eine gemeinsame Identität stiftet“.

Aus 22 eingereichten Entwürfen hatten die stimmberechtigten Preisrichter die Aufgabe, die angemessenste, nachhaltigste und gestalterisch beste Arbeit herauszufiltern. Neben dem Siegerentwurf wurden drei dritte Plätze und zwei Anerkennungen prämiert.

Alle Arbeiten des Wettbewerbs sind im Rahmen der Bürgerbeteiligung ab Dienstag, 16. Juli im Hotel DORMERO in Heimstetten zu sehen. Erster Bürgermeister Maximilian Böltl eröffnet die Ausstellung um 18 Uhr, zu der die Gemeinde alle Interessierten herzlich einlädt.

Weitere Öffnungszeiten sind: Montag bis Donnerstag, 17 bis 19 Uhr, Freitag, 16 bis 18 Uhr, Samstag, 14 bis 16 Uhr, Sonntag, 10 bis 12 Uhr. Vertreter des Verfahrensbüros Keller Damm und Kollegen führen zudem am Donnerstag, 18. Juli um 17 Uhr und am Samstag, 20. Juli um 14 Uhr durch die Ausstellung und erläutern die eingereichten Konzepte und Siegerentwürfe.

Der Ablauf danach: Mit dem Sieger und den drei Drittplatzierten werden Vergabegespräche geführt, der Gemeinderat entscheidet dann über die Beauftragung eines Büros. Anschließend folgt die Detailplanung auf Basis des vorgelegten Entwurfs.

Mit der Ausrichtung der Bayerischen Landesgartenschau möchte die Kommune ihre städtebaulichen und grünordnerischen Ziele für eine natürliche Verbindung der beiden historischen Gemeindeteile Kirchheim und Heimstetten qualitätsvoll und nachhaltig erreichen. Zentrales, großzügiges Element ist der künftige Ortspark, der sich als starkes grünes Band im Süden vom Collegium 2000 in Heimstetten bis nach Norden zur Cantate Kirche in Kirchheim erstreckt. Er wird Erholungsflächen für alle, Grün mit integriertem Fuß- und Radwegenetz und vielfältige Spiel- und Freizeitflächen vereinen. Mit der Landesgartenschau ergibt sich die Chance, nicht nur eine besonders hochwertige und robuste Gestaltung für den Ortspark umzusetzen, sondern diesen auch durch das gemeinschaftliche, verbindende Erlebnis im gesellschaftlichen Gedächtnis der Gemeinde zu verankern. Durch den verbindenden Park, der von Anfang mit Leben gefüllt wird und langfristig erhalten bleibt, entsteht ein Zusammen.Wachsen.

„Eine Landesgartenschau sorgt für Aufbruchsstimmung in einer Kommune, sie stärkt deren wirtschaftliche Entwicklung und trägt zur nachhaltigen Unterstützung des gesellschaftlichen Lebens in der Gemeinde bei“ erklärt Martin Richter-Liebald von der Bayerischen Landesgartenschau GmbH, der die Jury als Sachverständiger beriet. Der Freistaat Bayern unterstützt solche Landesgartenschauen mit bis zu fünf Millionen Euro.

Die Landesgartenschau 2024 wird eine Bürger-Gartenschau. Bereits die Bewerbung für die Veranstaltung wurde in Kirchheim von einer breiten Mehrheit der Bevölkerung getragen. 1.184 Unterstützer hatten sich für die Landesgartenschau schriftlich ausgesprochen. Im August 2018 erhielt die Gemeinde Kirchheim den Zuschlag. Parallel zu weiteren Bürger-Beteiligungsmöglichkeiten, wurden in den vergangenen Monaten bereits wichtige Schritte umgesetzt. Dazu zählen die Gründung der notwendigen gemeinnützigen Durchführungs-GmbH sowie die Auslobung des landschaftsplanerischen Wettbewerbs, der nun endete. Dieser wurde konsequent und professionell durch das Büro Keller Damm Kollegen begleitet.


Kontakt:

Sibylle Wartlick, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
sibylle.wartlick@kirchheim-heimstetten.de, 089 / 90909-9314


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