Pressemitteilung//Freyung: Grundsteinlegung für Parkgarage

Die Baustelle ist bereits in vollem Gange, am Freitag fand nun mit Vertretern der Politik, der Regierung von Niederbayern, den bauausführenden Firmen und der Freyung 2023 gGmbH die Grundsteinlegung der neuen Parkgarage auf dem Geyersberg statt. Es ist eine der größten Baumaßnahmen der Stadt Freyung der letzten Jahrzehnte, deren Anlass mittelbar die Bayerische Landesgartenschau 2023 auf dem Geyersberg ist, die jedoch weit darüber hinaus den Ortsteil positiv prägen wird. Denn damit kann der ruhende Verkehr neu geordnet werden, so dass die oberirdische Verschönerung des gesamten Ortsteils zur Geltung kommt und der gesamte Geyersberg dauerhaft für Einwohner und Erholungssuchende aus Nah und Fern nutzbar wird.

150 Stellplätze
Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich blickte auf die Zeit zurück, als die Stadt Überlegungen zur Sanierung der bestehenden Parkplätze auf dem Geyersberg anstellte und man schnell zu dem Ergebnis kam: „Es braucht ein Gesamtkonzept.“ Dieses fand man in der Landesgartenschau, für die man kurzfristig den Zuschlag bekam. Die 150 Stellplätze in der, in den Hang gebauten Parkgarage, dienen dabei künftig nicht den Besuchern der Landesgartenschau – diese werden per Shuttleverkehr auf den Berg gebracht – sondern der Bevölkerung und den Feriengästen. Und das eben langfristig weit über 2023 hinaus. Auf dem Dach der Tiefgarage entsteht hingegen mit dem Aktivpark „ein ganz zentraler Teil des Gartenschau-Areals“, wie Architekt Matthias Gussmann hervorhob. Von hier aus können die Besucher den Berg spielerisch erklimmen und sich neben vielen Spiel- und Sportgeräten auch in der Kletterwolke, einer der Hauptattraktionen der Daueranlagen, austoben.

6,6 Millionen Euro Baukosten
Die Gesamtkosten der Parkgarage betragen 6,6 Millionen Euro, gefördert zu 60 Prozent über Städtebaufördermittel. Regierungspräsident Rainer Haselbeck hob den Titel des Programms „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ hervor, der auf dieses Projekt besonders gut zutreffe. Er freute sich über die lobenden Worte des Bürgermeisters zur außergewöhnlich guten Zusammenarbeit mit der Regierung von Niederbayern, insbesondere der Abteilung Städtebauförderung. „Freyung ist einer der besten Kunden der Städtebauförderung und auch wir sind getrieben von dem Geist, unsere Heimat zu gestalten. Freyung präsentiert sich heute als lebenswerte und lebendige Stadt“, freute sich Haselbeck. Mit Geld allein könne man das aber nicht bewältigen. „Hier wird mit einer Strategie gearbeitet und nicht nur punktuell. Dazu gehören auch engagierte Stadträte und Bürger“. Der Geyersberg, der „architektonisch etwas spröde daherkam und in die Jahre gekommen war“ eigne sich ideal als Areal für eine Gartenschau. „Das Auto nimmt nach wie vor eine wichtige Rolle ein. Mit dieser Parkgarage werden Natur und Mobilität miteinander versöhnt und in die Zukunft geführt.“

Dominoeffekt für die Bürgerschaft
Landrat Sebastian Gruber erinnerte daran, dass in den 70er-Jahren mit dem Geyersberg eine enorme Aufbruchsstimmung verbunden war, an den geschaffenen Einrichtungen aber inzwischen sichtbar der Zahn der Zeit genagt hatte. In Zukunft solle das Areal wieder ein Aushängeschild sein, von dem die gesamte Region profitiert. Einen Dominoeffekt stelle er als Anlieger, dessen Privathaus nicht weit entfernt liegt, bereits fest. „Viele Nachbarn überlegen schon, wie sie ihre Häuser aufhübschen können.“
Als gemeinsames Zeichen aller Gäste wurde im Anschluss eine Zeitkapsel versenkt, die laut Bürgermeister hoffentlich erst in ganz ferner Zukunft wieder ausgegraben wird. Für die Stadt legte er eine aktuelle Tageszeitung hinein, Regierungspräsident Rainer Haselbeck hatte ein Corona-Schutzmaske als Erinnerung an diese besonderen Zeiten mitgebracht. Von Landrat Sebastian kam ein FC-Bayern-Schnuller mit dem Wunsch für eine fruchtbare Zukunft für die Region.

Landtagsabgeordneter Toni Schuberl fügte einen visionären Bahnfahrplan und MdL Manfred Eibl einen Glückspfennig hinzu. Einen USB-Stick mit Bildern der Baustelle, die kurz zuvor von einer Drohne aufgenommen wurden, gab’s von Thomas Anetzberger, Geschäftsführer der bauausführenden Firma Bachl. Und Architekt Matthias Gussmann hatte eine französische Münze dabei. Der darauf eingravierte Begriff „Fraternité“ stehe für die bisher sehr kollegiale und gute Zusammenarbeit, die er auch dem weiteren Bauverlauf wünschte.

Wenn alles nach Plan verläuft, soll im März 2022 der Rohbau komplett fertiggestellt sein, so dass danach der Aktivpark gebaut werden kann. Bisher ist man nach dem Aushub von etwa 22.500 Kubikmetern mitten in der Rohbauphase. Da das Areal nur über eine Seite anzufahren ist, müssen im Laufe der nächsten Monate alle Materialien, darunter auch Fertigbetonteile so lang wie ein Schwimmbecken, auf den Geyersberg gebracht werden. Eine Herausforderung für Baufirmen und Anwohner gleichermaßen. Mit der Hoffnung auf einen weiteren unfallfreien Verlauf und der Vorfreude auf die Einweihungsfeier zur Landesgartenschau fand die Grundsteinlegung ihren Ausklang.

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Katrin Obermeier
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