Ausschreibung zur Durchführung der Bayerischen Landesgartenschauen in den Jahren 2027, 2028 und 2029

 

Bayerische Landesgartenschauen bieten Städten in Bayern die Möglichkeit, mit staatlicher Unterstützung nachhaltige Impulse für eine umwelt- und naturfreundliche Stadtentwicklung zu setzen. Das verbessert die Lebensqualität der Bevölkerung vor Ort. Dauerhafte wertvolle Landschaftsräume und Erholungsflächen sollen geschaffen oder bestehende weiterentwickelt werden. Dies erfolgt unter Berücksichtigung von sozialen und ökologischen Aspekten. So können städtebauliche Fehlentwicklungen korrigiert, Stadtquartiere aufgewertet, Brachflächen saniert und kommunale Entwicklungen beschleunigt werden. Eine intakte Ökologie in der Stadt stärkt sowohl die Biodiversität als auch das Umweltbewusstsein der Menschen vor Ort. Ferner leisten Gartenschauen einen Beitrag zur Stärkung der Regionalität, der örtlichen Wirtschaft und des Tourismus. Dies führt zu einer verbesserten kommunalen Zusammenarbeit, verstärktem Zusammenhalt und neuer Identifikation von Bürgerinnen und Bürgern, Institutionen und Firmen in der Region.

Ab 2022 werden „Bayerische Landesgartenschauen“ in einem einheitlichen Format ausgetragen und finden mit Ausnahme des Jahres 2023 jährlich statt. Die Austragungsjahre sind bis zum Jahr 2026 vergeben. Für die Jahre 2027, 2028 und 2029 werden nun drei weitere Austragungsjahre ausgeschrieben. Kommunen, die im Landesentwicklungsprogramm als Unter-, Mittel- oder Oberzentren ausgewiesen sind, können sich für die Durchführung einer Bayerischen Landesgartenschau bewerben.

Die Schaffung vorbildlicher, dauerhafter Grün- und Erholungsanlagen aus Anlass der Durchführung einer Gartenschau wird vom Freistaat Bayern finanziell unterstützt. Die investiven Maßnahmen einer Gartenschau werden vorbehaltlich der Beschlussfassung des Bayerischen Landtags über das Haushaltsgesetz mit einer Anteilsfinanzierung von 50 % und max. 5,0 Mio. gefördert. Für Kommunen in strukturschwachen Gebieten, die innerhalb der Gebietskulisse „Raum mit besonderem Handlungsbedarf in Bayern“ (kurz: RmbH) gelegen sind, soll der Fördersatz um weitere 10 % der zuwendungsfähigen Gesamtkosten angehoben werden. Der maximale Fördersatz liegt dann bei bis zu 60 % pro Gartenschau. Einschlägig für die finanzielle Förderung sind hierfür die „Richtlinien zur Förderung von Wanderwegen, von Unterkunftshäusern und von Grün- und Erholungsanlagen aus Anlass von Gartenschauen“. Nähere Informationen zur Förderung von Gartenschauen sind im Internet verfügbar unter https://www.stmuv.bayern.de/themen/naturschutz/foerderung/erholung/richtlinien.htm

Darüber hinaus sind weitere Förderungen wie beispielsweise für die temporären gärtnerischen Maßnahmen oder für den Städtebau möglich.

Das Bewerbungsverfahren wird in zwei Schritten durchgeführt. In einer ersten Bewerbungsphase werden zunächst umfassende Beratungsgespräche auf Grundlage einer groben Ideenskizze geführt. Erst in einer sich daran anschließenden zweiten Bewerbungsphase ist eine offizielle Bewerbung mit konkreter Konzepterstellung erforderlich. Die Teilnahme an den vorgeschalteten Beratungsgesprächen ist Voraussetzung für die Abgabe einer offiziellen Bewerbung. So können interessierte Kommunen erste Ideenansätze zu Gartenschauen vorerst kostengünstig weiterverfolgen ohne ein kostenintensives ausgearbeitetes Konzept einer Fachplanerin oder eines Fachplaners schon von Beginn an vorlegen zu müssen. Bürgerinnen und Bürger, regionale Verbände und sonstige Vertreter aus Wirtschaft, Landwirtschaft und Umwelt sind in einem frühen Stadium der Planungen einzubinden. Die gemeinnützige Bayerische Landesgartenschau GmbH steht interessierten Kommunen beratend zur Seite und unterstützt diese schon bei den ersten Beratungsgesprächen bis hin zur Abgabe einer offiziellen Bewerbung.

Nähere Informationen und Einzelheiten über den Ablauf des Bewerbungsverfahrens können Sie dem Leitfaden „Ziele und Grundsätze zum Bewerbungs- und Auswahlverfahren sowie zur Durchführung von Landesgartenschauen in Bayern“ auf folgendem Link entnehmen: https://lgs.de/wp-content/uploads/2018/09/2018_09_14-Bewerbungsleitfaden.pdf

Kommunen, die an der Austragung einer „Bayerischen Landesgartenschau“ interessiert sind, können ihr Interesse ab sofort bei der Bayerischen Landesgartenschau GmbH [bayern@lgs.de; www.lgs.de] anzeigen.

Frist für die Interessensbekundung zur Austragung einer Landesgartenschau für die Jahre 2027 bis 2029 ist der 31.01.2019. Alle vorgeschalteten Beratungsgespräche müssen bis zum 29.03.2019 abgeschlossen sein.

Abgabeschluss der offiziellen Bewerbungsunterlagen für das Zuschlagsverfahren wird der 31.01.2020 sein.

 

Bayerische Landesgartenschau GmbH
Sigmund-Riefler-Bogen 4
81829 München

Telefon: (089) 41 94 90 – 0
Telefax: (089) 41 94 90 – 90

E-mail: bayern@lgs.de