Die urbane Landesgartenschau Nürnberg 2030
Zeitraum
25.05. – 03.10.2023
Geländegrösse
11 ha
Investitionshaushalt
in Klärung
Durchführungshaushalt
in Klärung
Geschäftsführung Stadt
Katrin Obermeier
Geschäftsführung BYLGS
Claudia Lenz
Planung
ARGE Plancontext GmbH Landschaftsarchitektur mit Gate Gussmann Atelier
ARGE Plancontext GmbH Landschaftsarchitektur mit Großberger Beyhl Partner Landschaftsarchitekten mbH
Regierungsbezirk
Niederbayern
Platzhalter
Die Stadt Nürnberg wird im Jahr 2030 Gastgeberin der Landesgartenschau sein und sich bis dahin spürbar verändern. Gleichzeitig wird das 50. Jubiläum der Bayerischen Landesgartenschauen gefeiert.
Zukunftsfähige Städte brauchen Oasen als klimatische, biologische und poetische Komplementärräume zu den klassischen Stadträumen. Das ist die Leitidee des Büros Sinai, Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbh Berlin, das den Dach-Wettbewerb zur Landesgartenschau Nürnberg 2030 gewonnen hat. Weiter planerisch bearbeitet werden die Konzepte von Sinai, aus dem Realisierungsteil des Wettbewerbs. Das sind: Die dauerhafte Aufwertung des Stadtgrabens einschließlich der Flächen entlang des Frauentorgrabens und unterhalb der Burg sowie für das Maxtor, Theresienplatz und Grasersgasse.
Klimawandel und Schwammstadt
Entsiegelung in großem Umfang ist ein Schwerpunktthema der Landesgartenschau Nürnberg, die im 50. Jubiläumsjahr der vom Bayerischen Umweltministerium vergebenen Bayerischen Landesgartenschauen stattfindet. Im Mittelpunkt stehen auch Klimawandel, Resilienz, Schwammstadt, aber auch die Nutzbarkeit des Öffentlichen Raums oder die Mobilitätswende.
„Das, was sich Nürnberg wünscht, ist eine nachhaltige Stadt. Die Landesgartenschau ist dafür Triebfeder. Seit 2014 sind wir auf dem Weg, mehr Grün zu entwickeln. Zahlreiche neue Parks und Grünzüge wurden und werden geschaffen und in die Jahre gekommene Anlagen saniert. In diese Strategie passt die Bayerische Landesgartenschau 2030 perfekt. Bleibendes für Generationen wird entstehen und darum geht es,“ so Oberbürgermeister König. Mit dem Entwurf des Büros Sinai wird uns die von uns gewünschte Transformation gelingen, davon bin ich überzeugt.“
Wie das aussehen kann?
Geschwungene Wege führen durch den neu modellierten Stadtgraben, der in Teilen gärtnerisch und in Teilen landschaftliche gestaltet ist, vorbei an Wasserflächen, kiefernbestandenen Dünenheiden oder Moränenhügel mit Gräsern. Weiß blühende Stauden, die gerne verwildern dürfen, bilden den Kontrast zu kleinen Wäldchen. Einst war die Grasersgasse durch eine mittige Hauszeile geteilt, künftig soll die zentrale Achse entsiegelt und mit einer langgestreckten blühenden Baumhalle mit kleinerkronigen Bäumen und einem wilden Unterwuchs aus Naturstauden bepflanzt werden. Die Baumhalle bietet viel Raum für Aufenthalt und Bespielung von der aktiven Ostseite aus.
Der Theresienplatz wird tatsächlich zu einem Platz, einem entsiegelten Gartenplatz. Während die gepflasterten Platzköpfe der Gebäudeerschließung und den Fahrradverkehren dienen, erstreckt sich im Zentrum des Platzes ein baumbestandener „weicher“ Kern aus wassergebundener Decke und einem Gartenfeld aus Stauden und niedrigen Sträuchern. Die Pflanzflächen werden als Verdunstungsflächen genutzt. Im Umfeld des freistehenden Behaim-Denkmals findet eine freie Bestuhlung der Gastronomie Platz.
Südstadt.Klima.Meile
Impulsprojekte sind der Keßlerplatz und die Südstadt.Klima.Meile, die im Zuge der Landesgartenschau bis 2030 umgestaltet werden. Auch hier stehen Entsiegelung, Begrünung und Steigerung der Aufenthaltsqualität im Vordergrund. Die Südstadt.Klima.Meile wird zum Modellprojekt einer klimaresilienten Stadt. Die Bürgerinnen und Bürger werden intensiv an diesem Prozess beteiligt. Der Keßlerplatz: Aus einem innerstädtischen Parkplatz soll ein grüner Platz mit hoher Aufenthaltsqualität werden. 2026 gibt es dazu einen Wettbewerb.
Pressekontakt:
Petra Pintscher
0175 2416621
petra.pintscher@nuernberg2030.de