Landesgartenschauen verändern Städte dauerhaft und sorgen für mehr Lebensqualität

Sie setzen Impulse in Städtebau, Nachhaltigkeit und Architektur

Fünf Fragen an Prof. Dr. Stefan Lindl

Historiker an der Philologisch-Historischen Fakultät der Uni Augsburg

„Landesgartenschauen sind wichtige Begegnungsstätten und bieten Raum für gesellschaftlich relevante Themen wie, unter anderem, Gesundheitsprävention durch Erholung in der Natur. Und sie sind eine großartige Gelegenheit, um den Besucherinnen und Besuchern visionäre Bauformen und neue Ideen vorzustellen, die im Dialog mit dem Umraum leben.“

Andrea Gebhard,
Landschaftsarchitektin
in München

Das grosse Plus

Eine Landesgartenschau kostet Geld. Keine Frage. Aber es sind Investitionen in die Zukunft und sie lohnen sich.

Fünf Fragen an Gerhard Jauernig

Oberbürgermeister der Stadt Günzburg, Landesgartenschau 2029

Landschaft

Wer sorgt eigentlich tatsächlich für die blühenden Landschaften?

Artenvielfalt

Richtig angelegte Blühstreifen schützen Bienen und andere Insekten.

„Zusammen wachsen – das ist unser Motto für die Landesgartenschau 2024 in Kirchheim. Das war der Wunsch unserer Bürger, die in jeder Planungsphase intensiv eingebunden waren und natürlich auch weiter mitbestimmen dürfen. Für uns ist die Landesgartenschau ein echter Projekt-Beschleuniger, der die Gemeindeteile, aber auch die Menschen noch mehr verbindet, und hohe Lebensqualität schafft.“

Maximilian Böltl,
Bürgermeister der Gemeinde Kirchheim,
Gastgeber der Landesgartenschau 2024

Mehr Wert

Die Vorbereitungen für eine Landesgartenschau sind lang, die Dauer des Gartenschau-Festes kurz, aber die positiven Effekte wirken noch lange nach.

Fünf Fragen an Martina Helbig-Sarajlic

Ehrenamtlich engagiert bei der Landesgartenschau Kirchheim 2024

Chance

Warum ist die Bayerische Landesgartenschaugesellschaft so wichtig als Partner? Dafür gibt es gute Gründe.

Biodiversität

Natur und Biodiversität spielen bei den Bayerischen Landesgartenschauen schon seit Langem eine erhebliche Rolle. Unter dem Motto „Artenvielfalt – gestern – heute – morgen“ informierte zum Beispiel die BUND Naturschutz Kreisgruppe Würzburg auf der Landesgartenschau in Würzburg.

Klimaschutz im Garten

Jede und jeder kann was für den Schutz des Klimas tun. Wie? Ganz einfach.

  • Torffreie Erde verwenden
  • Auf Kunstdünger und Pestizide verzichten
  • Einfach mal die Wiese wachsen und den Rasenmäher in der Ecke stehen lassen
  • Gartenabfälle nicht verbrennen
  • Materialien recyclen statt neu zu kaufen
  • Natursteine statt Beton
  • Mehrjährige heimische Wildstauden verwenden
  • Obst und Gemüse selber anbauen
  • Wasser sparen und speichern

Schwammstadt

Bäume leisten Großartiges. Vor allem im stark verdichteten Stadtraum. Sie kühlen und filtern die Luft, müssen aber angesichts der wachsenden Trockenheit widrigen Bedingungen trotzen.

„Mit der Landesgartenschau verbinden wir einen Ausnahmesommer. Zweieinhalb Jahre haben wir geplant und auf einem Hektar Fläche unsere Ackerschätze vorgestellt. Wir wollten unter anderem darauf aufmerksam machen, wie viel Arbeit es kostet, Lebensmittel herzustellen. Wir leben in einem Überfluss, in dem wir unseren Ressourcen zu wenig Beachtung schenken. Wir sind so reich beschenkt und so wenig dankbar dafür. Auf unserer Ausstellungsfläche wollten wir ein neues Bewusstsein schaffen. Und das ist super angekommen.“

Ruth Maurer und Friedrich Bickel, Landwirte aus Wassertrüdingen

Bürgerengagement

Eine Landesgartenschau wirkt nach außen: Die gastgebende Stadt rückt ins Rampenlicht, zeigt sich von ihrer besten Seite.

Landschaftspflege

Landesgartenschauen bringen Grün ins Grau, neue Gewässer, viele Neuanpflanzungen.

Fünf Fragen an den BUND

Stefan Maurer und Martina Gehret
BUND Naturschutz Bayern e.V.

„Mit meiner Familie wohne ich direkt an der Donau und wir sind Dauergäste auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände. Ich nutze die Flächen auch beruflich: Als Trainerin einer Schwangeren- und Mama-Fitness-Gruppe leite ich verschiedene Kurse, die alle dort im Freien stattfinden. Wir nutzen zum Beispiel die schönen Granitstufen, die vielen Bänke und das Beachvolleyball-Feld für Work-Outs und Yoga-Übungen. Alle paar Meter findet sich etwas Neues, das ich in meine Kurse integrieren kann.“

Kerstin Berger,
Trainerin und Gebietsleiterin einer Schwangeren- und Mama-Fitness-Gruppe aus Deggendorf

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